WILD GRILLEN

Jag_cz/stock.adobe.com
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Wer denkt, Wild hätte auf dem Grill nichts verloren, der irrt. Wild-Fans schwören auf butterweiches Reh oder aromatische Hirsch-Spieße vom Grill.

Wildfleisch passt richtig zubereitet und mit leichten Beilagen wunderbar und natürlich auf den Grill. Ob das Wild als Bratwürste oder Steak auf den Rost kommt, kann jeder selbst entscheiden. Am Geschmack ändert es nicht viel.

Tipp
Lassen Sie Wild nicht zu lange auf dem Rost, damit Sie hinterher nicht in eine Schuhsohle beißen. Wildfleisch wird nämlich schnell zäh.

Wildfleisch ist reich an Vitamin B und Mineralstoffen und sehr mager. Deshalb muss bei der Zubereitung darauf geachtet werden, dass es nicht zu trocken wird. Daher sollte es vorsichtig gegrillt werden. Das Fleisch sollte in nicht zu dicke Stücke geschnitten sein. Gern etwas flach klopfen. Dann kurz von beiden Seiten angrillen und anschließend das Stück Fleisch bei mittlerer Hitze langsam ziehen lassen. Mit Ausnahme von Gas- und Elektrogrills, bei denen sich die Temperatur manuell einstellen lässt, finden sich auf jedem Grill Bereiche am Rand, die nicht so viel Hitze abbekommen. Man kann den Leckerbissen aber auch in Alufolie einwickeln – so kann er gleichmäßig weitergaren.

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Wild-Spiesse Gegrillt

Zutaten

  • 400 g Wildfleisch z.B. Hirschfleisch aus der Hüfte, Wildschwein aus der Keule
  • 1 große Gemüsezwiebel
  • 200 g durchwachsener Räucherspeck in Scheiben
  • 2 Paprika z.B. rot und gelb

Zubereitung

  1. Das Wildfleisch in Würfel (ca. 2 cm groß) schneiden. Zwiebel vierteln. Die Würfel abwechselnd mit Paprika, Zwiebelstücken und Speck auf die Spieße stecken.

  2. Dem Ideenreichtum beim Spießegestalten sind keine Grenzen gesetzt: Anstelle der Paprika eignet sich auch Trockenobst, das für ca. 30 min in Rotwein eingelegt wurde.

  3. Auch frische Nektarinen und Pfifferlinge abwechselnd mit Hirschfleisch und Zwiebel aufgespießt schmecken hervorragend.

  4. Die Wild-Spieße bei hoher Temperatur etwa 1 bis 2 min von jeder Seite grillen. Achtung! Bei Schwarzwild lieber etwas länger grillen, damit das Fleisch durchgegart ist!

Rezept-Anmerkungen

TIPP: Die Holzspieße vorher wässern, damit sie beim Grillen
nicht zu brennen beginnen.

Mit Ausnahme von Wildschwein kann Wild gern innen noch zartrosa serviert werden (medium: Kerntemperatur 55°C).

Tipp
Wer Angst hat, dass das Fleisch einen zu starken Eigengeschmack hat, entscheidet sich für Wildschwein, denn das ist im Geschmack etwas milder.

Eine gängige Methode beim Braten ist auch das Umwickeln mit Speck. Dadurch schützt man das Fleisch und verleiht ihm einen besonders aromatischen Geschmack. Wild-Klassiker für den Grill sind Stücke, die zum Kurzbraten geeignet sind, wie Steaks oder Medaillons von Reh oder Hirsch, Rehrücken, aber auch Kaninchenoder Rehkeule eignen sich prima. Auch Gamsfleisch schmeckt gegrillt sehr lecker. Wildfleisch, das bevorzugt zum Schmoren verwendet wird, sollte man hier meiden. Kleinere Fleischstücke können auch als Jägerspieße zusammen mit Pilzen oder anderem Gemüse gegrillt werden.

Jungwild braucht eigentlich nicht mariniert zu werden, frische Kräuter unterstützen den Wildgeschmack am besten. Würzen sollte man möglichst erst hinterher. Dabei gilt zu beachten: Weniger ist mehr, damit der Eigengeschmack nicht verloren geht.