Rundum Sicher?

Foto: Robert Kneschke/fotolia
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Waffen und Munition werden grundsätzlich sicher verwahrt. Aber haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass man am besten gar nicht erst in Ihr privates Zuhause gelangen kann?

Einbruchschutz? Brauche ich nicht. Eine krasse Fehleinschätzung. Denn die standardmäßig in unsere Häuser und Wohnungen eingebauten Fenster und Türen bieten oftmals keinerlei Einbruchschutz. Sie schützen zwar vor Wind und Wetter, aber nicht vor Einbrechern. Alle vier Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Allein mit einem Schraubenzieher ausgerüstet hebelt ein Einbrecher in wenigen Sekunden ein ungesichertes Fenster auf und ist drin.

Selbst wenn Sie der Ansicht sind, bei Ihnen sei nicht viel zu holen, weiß das der Einbrecher ja nicht. Und mal ehrlich: Geld im Portemonnaie, Handy, Laptop, (ein wenig) Schmuck – das gibt es auch bei Ihnen, oder? Und was ist mit Erinnerungsstücken? Vielleicht materiell nicht viel wert, doch wenn der Einbrecher das nicht erkennt, sind auch diese Dinge meist unwiederbringlich verloren. Denn ideelle Werte kann auch die beste Versicherung nicht ersetzen.

Für viele Einbruchsopfer wiegt zudem der Verlust des Sicherheitsgefühls noch viel schwerer. Einbrecher kennen jedes Versteck und durchwühlen sie wieselflink, bis sie alles gefunden haben. Zurück lassen sie ein großes Chaos: aufgerissene Schränke, auf den Boden geschmissene Wäsche, zerbrochenes Porzellan – noch intimere Einblicke konnte der Täter nicht bekommen.

Die wenigsten Einbrecher sind gut ausgerüstete „Profis“. Die meisten Einbrecher sind Gelegenheitstäter, die man mit mechanischer Sicherheitstechnik (Pilzkopfzapfen oder Aufschraubsicherungen) vom Einbruch abbringen kann. Denn durch diesen Schutz stehlen Sie dem Einbrecher Zeit – Zeit, die er nicht hat. Das Risiko, entdeckt zu werden, steigt mit jeder Sekunde. Der Täter bricht die Tat ab.

Alarmanlagen können im Einzelfall zusätzlich sinnvoll sein und den mechanischen Einbruchschutz gut ergänzen. Wenn Sie sich für eine Alarmanlage entscheiden, achten Sie darauf, dass es sich um eine geprüfte Überfall- und Einbruchmeldeanlage handelt, die am besten von einem Fachbetrieb installiert und betreut wird.

Einbrecher wollen nicht das Risiko eingehen, gesehen zu werden, daher kommen sie vor allen Dingen dann, wenn niemand zu Hause ist. Schulzeit, Arbeitszeit und Zeiten fürs Einkaufen oder für Hobbys nutzen die Täter für ihre Einbrüche. Dunkelheit mögen sie natürlich trotzdem, bietet sie doch einen guten Schutz vor neugierigen Blicken. Die Konsequenz: Die meisten Einbrüche werden von den Tätern in der dunklen Jahreszeit verübt, wenn sie die frühe Dämmerung ausnutzen können.

Sollten Sie einen Einbrecher entdecken, stellen Sie sich ihm nicht in den Weg. Der Täter will unerkannt bleiben und vermeidet nach Möglichkeit jede Konfrontation. Wird ihm diese jedoch aufgezwungen, kann das böse enden. Rufen Sie stattdessen sofort die Polizei unter 110 an und geben Sie eine möglichst genaue Täter-Beschreibung (evtl. Fluchtfahrzeug) durch.

Egal, ob Sie Haus oder Wohnung nur kurz verlassen oder länger abwesend sein werden, Einbruchschutz ist ab der ersten Minute wichtig. Daher sollte man die vorhandene Sicherheitstechnik auch nutzen. Außerdem kann man Anwesenheit auch simulieren, um dem Einbrecher zu signalisieren, dass Haus oder Wohnung gerade bewohnt sind. Leben Sie Ihre Nachbarschaft. Denn in einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher, Diebe und Betrüger kaum eine Chance.

Quelle:  www.zuhause-sicher.de