Kastration

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Keine Ausrede für Übergewicht.

Eine Kastration hat weitreichenden Einfluss auf den gesamten Organismus eines Hundes. Sie wirkt sich bei beiden Geschlechtern nicht nur auf die Fortpflanzungsfähigkeit, sondern auch auf den Stoffwechsel und das Verhalten aus.

Aufgrund der Kastration fehlen Hündinnen die weiblichen Sexualhormone. Die Geschlechtshormone regulieren den Stoffwechsel und hemmen das Hungergefühl, darauf ist z. B. die Fressunlust während der Läufigkeit oder auch häufig während Scheinträchtigkeiten zurückzuführen. Dadurch erfahren die Hündinnen regelmäßig hormonbedingte „diätische Maßnahmen“. Durch diesen Effekt ist die Gewichtszunahme automatisch eingedämmt. Bei kastrierten Hündinnen fällt das weg. Außerdem steigt die Futterverwertung, sie sind demnach leichtfuttriger und die Bewegungsaktivität nimmt häufig ab. Wenn dann die Tagesration nicht an den reduzierten Energiebedarf angepasst wird oder die Hunde uneingeschränkten Zugang zum Futter haben, werden sie übergewichtig.

Auch Rüden neigen dazu, nach der Kastration Fettpolster anzusetzen. Aufgrund des fehlenden Testosterons und Sexualtriebs werden sie ruhiger und gemütlicher. Bei ihnen steigt ebenfalls die Futterverwertung.

Es gibt auch Hunde, bei denen sich nach der Kastration nichts an ihren Futterbedürfnissen und -gewohnheiten ändert. Eine prophylaktische Futterumstellung nach der Kastration ist daher nicht nötig. Sie sollten Ihren Hund einfach gut beobachten und seinen Ernährungszustand kontrollieren.

INFO
Da Kastrationen in der Regel in der Pubertät bzw. zum Erwachsenwerden der Hunde hin durchgeführt werden, ist eine Kastration nicht immer der Grund für die Wesensveränderung der Hunde, sondern sie werden eben auch nach Eintritt der Fortpflanzungsfähigkeit (auch wenn man diese ihnen nimmt) reifer und erwachsener.

Foto: Bosch
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ÜBERGEWICHT MIT FOLGEN
Hat Ihr Hund an Gewicht zugelegt, sollte man umgehend handeln. Denn wenn der Vierläufer an Fettleibigkeit leidet, ist dies nicht nur ein ästhetisches Problem. Dauerhaftes Übergewicht führt zu vielen Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus, Verdauungsbeschwerden, Herz-Kreislauf- Problemen und einer erhöhten Belastung der Gelenke sowie einer geringeren Lebenserwartung.

Allerdings ist es nicht ratsam, einfach die Gesamtfuttermenge zu reduzieren. Die Bedarfswerte an wichtigen Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium bleiben auch nach der OP gleich. Verringert man die Menge der Futterration, könnte eine Unterversorgung mit diesen Nährstoffen die Folge sein. Außerdem würde die verringerte Futtermenge nicht mehr genügen, um das gesteigerte Hungerbedürfnis des kastrierten Tieres zu stillen.

Jeder Hund hat seinen ganz eigenen und individuellen Nährstoffbedarf, abhängig von Rasse, Alter, Aktivitätsgrad und möglicherweise bereits vorliegenden Erkrankungen. Daher sollte das Futter nach einer Kastration so abgestimmt werden, dass es einen auf den individuellen Bedarf des Hundes angepassten Energiegehalt enthält und den Vierbeiner mit der optimalen Menge an Nährund Mineralstoffen versorgt wie beispielsweise bei Bosch light oder Soft Senior Land-Ziege & Kartoffel. Diese Sorten enthalten einen geringeren Fettanteil sowie einen erhöhten Anteil an Faserstoffen, auch Ballaststoffe genannt. Somit ist die tägliche Futterportion für den kastrierten Hund dennoch groß genug, um ein Sättigungsgefühl hervorzurufen. So bleibt Ihr Vierläufer auch nach einer Kastration fit und gesund.

INFO
Auch wenn eine Kastration ein prädisponierender Faktor ist, so gilt generell, dass Übergewicht (es sei denn, die Hunde sind krank) immer durch Fütterungsfehler und ungenügende Bewegung hervorgerufen wird! Eine Kastration ist keine Ausrede für Übergewicht.

www.bosch-tiernahrung.de