Graue Schnauzen

Foto: Dogs/stock.adobe.com
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Das Alter allein sagt nicht viel über die Bedürfnisse eines Hundes aus. Denn schon bei den Rassen gibt es Unterschiede. Beispielsweise werden große und schwere Hunde meist nicht so alt. So gilt eine sechsjährige Deutsche Dogge bereits als Senior, während ein zehnjähriger Terrier noch quietschfdel ist. Dass Mischlinge generell älter werden, ist übrigens ein Mythos. Sie tragen die Gene ihrer Eltern in sich. Sind deren Gene „belastet“, werden auch diese Anlagen vom Mischling übernommen.

Wie auch beim Menschen lassen bei älteren Hunden die Sinnesorgane nach. Der Hund sieht, riecht, hört und schmeckt sogar schlechter. Das ist ein schleichender Vorgang und je nach Hund sind diese Veränderungen unterschiedlich: Bei dem einen spürt man kaum eine Veränderung, anderen merkt man es sofort an. Gerade bei Jagdhunden leidet das Gehör aufgrund der Nähe zum Schuss erheblich.

Tipp1

Außerdem hat der Organismus nun andere Bedürfnisse bei der Zusammensetzung seiner Nahrung. Diese hängen direkt mit den Veränderungen seines Körpers zusammen. Denn Stoffwechsel und Verdauung werden träger und mit dem veränderten Stoffwechsel lässt bei alten Hunden auch oftmals der Appetit nach. Das ist nicht schlimm, da sein Körper nun weniger Energie verbraucht. So sinkt der Energiebedarf eines alten Hundes um etwa 20 Prozent gegenüber einem Junghund. Einfach die Futtermenge reduzieren ist jedoch keine gute Idee, denn damit senkt man auch die Menge an wichtigen Nährstoffen. Beispielsweise benötigen Hundesenioren hochwertige und vor allem leicht verdauliche Eiweiße und ausreichend Mineralstoffe für die alternden Gelenke. Daher ist es sinnvoll, auf ein gutes Seniorenfutter umzustellen, das zum einen vor Gewichtszunahme schützt und zum anderen das Immunsystem unterstützt.

Foto: bosch Tiernahrung
Foto: bosch Tiernahrung

Weiterhin kann man noch einiges tun, um seinen Hund ft zu halten. Denn alt ist nicht gleich alt! So wie mancher Rentner noch rüstig seinen täglichen Sport treibt, sind auch alte Hunde unterschiedlich aktiv. Generell sind Spaziergänge aber immer noch wichtig, ansonsten versteifen die Gelenke. Allerdings kann es Sinn machen, die Runden zu verkürzen. Bewegung ist zwar unverzichtbar, aber mit dem Alter wird der Hund weniger belastbar. Das gilt auch für Umwelteinfüsse wie hohe Temperaturen und sengende Sonne. Wenn man merkt, dass der Hund an seine Grenzen gelangt, schaltet man eine Stufe herunter.Tipp2

Auch regelmäßige Ruhephasen sind für einen alten Hund enorm wichtig, damit er wieder Kraft tanken kann. Diese sollte man dem Hund unbedingt gönnen und ihm einen schönen Rückzugsort schaffen.

Um alte Hunde auch im Kopf ft zu halten, eignen sich Such- und Geschicklichkeitsspiele. Die haben allgemein niedrige körperliche Anforderungen, aber lasten die Spürnasen gut aus. Viele dieser „Spiele“ kann man sogar im Wohnzimmer durchführen.

Obendrein verdickt sich die Haut des alternden Hundes und verliert Elastizität und Feuchtigkeit. An hervorstehenden Knochen und Gelenken kann es zu Verhornungen kommen; auch Warzen können entstehen. Diese Erscheinungen sind jedoch harmlos und meist lediglich unbedeutende Schönheitsfehler. Allerdings steigt mit dem Alter auch das Risiko von Hauttumoren. Verdickt sich die Haut und fühlt sich unregelmäßig knubbelig an (Beulen, Knoten), sollte man dies beim Tierarzt abklären lassen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bosch-tiernahrung.de