Fitness aus dem Fressnapf

Foto: Jürgen Hollweg

So machen Sie aus Ihrem Jagdhund einen Jagdsporthund.

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Da jagdlich geführte Hunde auf Leistungsniveau arbeiten, erfordert ihre Fütterung besondere Aufmerksamkeit, um den Bedürfnissen gerecht zu werden. Dabei ist es grundsätzlich entscheidend, ein Futter zu wählen, das den kompletten Nährstoffbedarf des Hundes deckt. Das bedeutet, dass nicht nur der Energiegehalt des Futters (aus Proteinen und Fetten), sondern vor allem auch der Vitamin- und Mineralstoffgehalt optimal an die Ansprüche des Tieres angepasst werden müssen. Grundsätzlich können verschiedene Futterarten genutzt werden. Ob ein trockenes oder feuchtes Fertigfutter oder eine ausgewogene Frischkost (BARF) gefüttert wird, liegt ganz bei den Vorlieben des Hundehalters. Aufgrund der hohen Leistung von jagdlich geführten Hunden sollte jedoch immer auf einen höheren Fettgehalt geachtet werden. Zusätzlich ist entscheidend, dass hochwertige und leicht verdauliche Proteine verwendet werden. Gerade bei der Fütterung von frischen Komponenten muss beachtet werden, dass frisches Fleisch rund 70 % Wasser enthält. Damit ist die Energiekonzentration dieser Komponenten geringer. Um den Bedarf des Hundes zu decken, muss bei der Frischfütterung die Futtermenge deutlich erhöht werden. Eine Kombination aus Trockenfutter und frischen Komponenten (z. B. Fleisch) ist durchaus möglich. Insgesamt ist es ratsam, sich bei einer Mischfütterung von Experten beraten zu lassen.

Bei einer eher saisonalen Beanspruchung des Hundes (höhere Leistungsanforderungen im Herbst/ Winter, geringere Leistungsanforderungen im Frühjahr/Sommer) kann eine angepasste Fütterung sinnvoll sein. Gerade Hunde, die nicht dauerhaft im Einsatz sind, neigen dazu, an Gewicht zuzulegen. In diesem Fall ist es rat- sam, ein energiereduziertes Futter im Sommer zu geben und ein Futter mit deutlich höherem Protein- und Fettgehalt im Winter. Empfehlenswert ist es, dabei beide Futter aus der gleichen Linie des Herstellers zu wählen, damit die verwendeten Rohstoffe und Zusätze vergleichbar sind. Damit wird dem Hund die Umstellung deutlich erleichtert. Die Umstellungsphase von einem Energieniveau auf das andere sollte etwa in 4 bis 7 Tagen erfolgen.

Insgesamt kann man die Fütterung eines Jagdhundes mit der Ernährung eines Sportlers vergleichen. Damit der Hund seine optimale Leistung erbringen und effektiv arbeiten kann, ist es also entscheidend, die Fütterung mit Sorgfalt zu planen, um alle Nährstoffansprüche zu gewährleisten.

 

TippFür einen schnellen Energieschub unter Hochleistung:
Der sehr schnell verdauliche Kohlenhydratlieferant: eine Scheibe Toastbrot. Das Brot ist so leicht verdaulich, dass es den Verdauungstrakt kaum belastet, aber trotzdem schnell Energie liefert.

TippWichtig bei Frischfütterung:
Viele Keime, wie zum Beispiel Salmonellen, sind für Hunde unproblematisch. Allerdings können Salmonellen bei Menschen mit schwachem Immunsystem (Kleinkinder, ältere Menschen) zu schweren Erkrankungen führen. Grundsätzlich sollte daher eigenes Arbeitsgerät für die Zubereitung des Hundefutters genutzt werden. Außerdem ist es ratsam, die Futterration getrennt von Lebensmitteln zu lagern, um so eine Übertragung von Keimen auf die eigene Nahrung zu verhindern.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bosch-tiernahrung.de/startseite.html